Gebackene Schinkenfleckerln

Bandnudeln, Schinken, Eier und Petersilie – das sind die Zutaten für dieses sehr einfach zuzubereitende, aber dennoch grandios leckere Essen. Aber Vorsicht, diese Köstlichkeit ist weder „low irgendwas“, noch „light“ – ganz im Gegenteil: das ist ein Essen für Männer, die nach einem Tag Holzhacken aus dem Wald zurückkehren, die 100km mit dem Mountainbike im Siebengebirge verbracht haben oder einfach für alle, die einen gewaltigen Hunger haben 😉

Nachtrag: Eigentlich waren die „Schinkenfleckerln“ als Jubiläumsbeitrag (222. Rezept) gedacht, aber kein Plan überlebt ja bekanntlich den Feindkontakt! Geschrieben hat das Rezept Martin, die graue Technik-Eminenz von izdwmk, der im Hintergrund immer dafür sorgt, dass die Technik funktioniert und alles gut aussieht. Und da er auch noch gut kochen kann, dachte ich, es wäre schön, wenn er auch mal ein/ sein Lieblingsrezept schreiben würde. Gesagt, getan, das Rezept war vorbereitet und sollte eigentlich das 222. seiner Art werden und dann kam das Schlagloch und schwups, war es nicht in der Korrekturvorschu, sondern veröffentlicht.
Wie auch immer, vielen Dank an Martin, ich habe beim Lesen Hunger bekommen und die Fleckerln probiere ich natürlich aus! Detlef freut sich auch schon! 😊😊

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Gebackene Schinkenfleckerln
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Portionen Vorbereitung Kochzeit
4Portionen 30Minuten 50Minuten
Portionen Vorbereitung
4Portionen 30Minuten
Kochzeit
50Minuten
Zutaten
Portionen: Portionen
Zutaten
Portionen: Portionen
Anleitungen
  1. (Salz-)Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Ob Du das Salz vorher, währenddessen oder anschließend hinzugibst, das bleibt Dir überlassen. Aber diskutiere diese Frage bei Gelegenheit mal im Freundeskreis: Du wirst die wildesten philosophischen und physikalischen Betrachtungsweisen kennenlernen. Wenn das Wasser kocht, die Nudeln hinzugeben und nach eigenem Geschmack bissfest kochen.
  2. Ein halbes Paket (ca. 125g) Butter auf Streifen schneiden und in ein Rührgefäß geben. 30-60 Sekunden in der Mikrowelle lassen die Butter weich und rührfähig werden.
  3. Eine hinreichend große Auflaufform mit Butter ausstreichen und zur Seite stellen. Wer mag, kann die Form zusätzlich mit Paniermehl ausstreuen. Hab ich allerdings noch nie gemacht...
  4. Den Schinken in "Fleckerln" scheiden. Dazu alle Scheiben aufeinander legen, zuerst in ca. 1-2 cm breiten Streifen und anschließend in Quadrate schneiden.
  5. Die Petersilie mit einer Schere oder einem scharfen Messer vom Topf trennen und anschließend klein schneiden. Sie muss nicht fein gehackt sein, es darf auch das eine oder andere größere Blatt erhalten bleiben. Nur die dicken Stiele verwenden wir nicht. Pro-Tipp von einem iranischen Star-Koch: wenn man die Kräuter fest "verdreht", also in der Längsachse verwindet, dann lassen sie sich leichter schneiden.
  6. Die Eier in Eiweiß und Eigelb trennen. Dabei sorgsam vorgehen, da wir das Einweiß später noch zu Eischnee aufschlagen werden.
  7. Wenn die Nudeln gar/al dente/fertig sind, diese in ein Sieb abgießen, kurz abtropfen lassen und zurück in den Kochtopf geben. Deckel wieder drauf (sie sollen heiß bleiben) und zur Seite stellen. Es müssen übrigens keine Bandnudeln sein! Ich habe das ganze auch schon mit Makkaroni gemacht.
  8. Das Eigelb langsam und unter Rühren in die Butter geben. Alles gleichmäßig vermengen. Nun mit reichlich(!) Salz, Pfeffer und Muskatnusspulver würzen. Die Tatsache, dass man nicht abschmecken kann und "ins Blaue hinein" kocht, mag beim ersten Versuch komisch erscheinen, aber beim zweiten Mal weißt Du, was ich mit reichlich meinte 😉
  9. Schinken, Petersilie und Schmand hinzugeben und das Ganze vermengen. Ich gebe hier immer noch ein paar Esslöffel getrocknete Petersilie hinzu - das gibt dem Ganzen eine "eindeutig grüne" Note. Ist aber Geschmackssache...
  10. Die Masse in den Nudeltopf geben und gleichmäßig unterheben. Sollten die Bandnudeln zu lang und sperrig sein, so können diese mit einem langen Messer im Topf zwei- dreimal geschnitten werden. Dann rührt es sich leichter.
  11. Das Eiweiß in ein Rührgefäß geben und mit einer Priese Salz zu Eischnee schlagen. Diesen dann vorsichtig unter die Nudelmasse haben, so dass die "schaumige Konsistenz" möglichst erhalten bleibt. Die Masse stockt später beim Backen im Ofen und "lockert" die Nudeln auf.
  12. Die Nudel-Schinken-Masse in die Auflaufform geben und die Oberfläche gleichmäßig glattstreichen.
  13. Die Auflaufform mit Deckel (oder mit Alu-Folie abgedeckt) für 30 Minuten (nicht vorgeheizt) bei 180° Umluft auf der unteren Schiene in den Ofen stellen. Ob nun Umluft oder Ober/Unterhitze, untere oder mittlere Schiene - das hängt vom Ofen ab. Und Du kennst Deinen sicherlich besser als ich. Bei meinem funktioniert es wie oben beschrieben. Solltest Du der Sache (bzw. den Eiern) nicht trauen, so kannst Du die Nudeln natürlich auch noch ein paar Minuten länger im Ofen lassen. Allerdings solltest Du dann die Zeit für den Endspurt (s. u.) entsprechend verkürzen.
  14. Wenn die Nudelmasse anfängt zu stocken und am Rand und oben langsam braun wird, dann die Auflaufform aus dem Ofen nehmen, den Deckel abnehmen (Achtung, Verletzungsgefahr!) und den geriebenen Käse gleichmäßig verteilen.
  15. Endspurt! Nun 20-30 Minuten (je nach Käse, Ofen und eigenem Geschmack) bei 180° ohne Deckel überbacken.
Rezept Hinweise

Zu diesem rustikalen Essen schmeckt ein Rotwein genau so gut wie ein Weizenbier 🙂

Dieses Rezept basiert auf dem Rezept "Gebackene Schinkenfleckerln" aus der Zeitschrift Gusto, Ausgabe 4/2007. Lediglich die Mengen und die Zubereitung habe ich geändert. Eigentlich ist bis auf die Idee alles anders 😉

Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachkochen! 🙂
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