British Apple Pies

Die britische Küche wird meiner Meinung nach oft unterschätzt. Ich habe mich unlängst mal an ein britisches Rezept für Apple Pies gewagt und festgestellt, dass die eine Kunst für sich sind. Das fängt schon bei der Auswahl der Zutaten an. Ich kannte Mürbeteig bisher nur mit Butter! Für eine britische Apple Pie wird aber ein Teil der Butter durch „vegetable shortening“ (bei uns wäre das Biskin) ersetzt! Damit der Teig nachher auch den rechten „Biß“ bekommt!

So, jetzt wisst ihr Bescheid, also los, Apple Pie backen!! Ich garantiere euch, ihr werdet „very amused“ sein!! Versprochen!

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Portionen Vorbereitung Kochzeit Wartezeit
12Muffinformen 60Minuten 40-45Minuten 30Minuten
Portionen Vorbereitung
12Muffinformen 60Minuten
Kochzeit Wartezeit
40-45Minuten 30Minuten
Zutaten
Portionen: Muffinformen
Zutaten
Portionen: Muffinformen
Anleitungen
Mürbeteig herstellen
  1. Egal, ob ihr den Teig von Hand oder in der Küchenmaschine oder mit dem Mixer macht: erstmal kommen alle Zutaten, außer dem Wasser, in eine Rührschüssel.

  2. Entweder reibt ihr die Masse zwischen den Händen solange, bis ihr nur noch Krümel habt oder ihr lasst den Mixer oder die Küchenmaschine dies übernehmen.

  3. Dann kommt das kalte Wasser dazu und ab jetzt geht es von Hand am besten: knetet die Krümel mit dem Wasser zu einer glatten Teigkugel.

  4. Tja, das war Mürbeteig... (viel einfacher, als ihr dachtet, oder?!)
  5. Wickelt die Teigkugel erstmal in Frischhaltefolie und parkt sie im Kühlschrank für etwa 15 Minuten.
Wie bekommt man den Teig in die Muffinförmchen?
  1. Jetzt kommt die Stunde des 6-Liter-Gefrierbeutels. Tadaaaa!
  2. Die Kunst bei einem Mürbeteig ist, ihn mit möglichst wenig Mehl auszurollen, damit er nach dem Backen nicht bröckelig wird. Am besten geht es natürlich ganz ohne Mehl, nämlich in einem Gefrierbeutel. Dazu schneidet ihr am unteren Rand einen cm weg. Ihr habt dann einen Gefrierbeutel-Muff sozusagen...
  3. Gebt die Teigkugel in den Gefrierbeutel-Muff und drückt sie schon mal etwas platt. Mit Hilfe eines Nudelholzes könnt ihr den Teig jetzt schön dünn (etwa 2mm) ausrollen.

  4. Wendet den Gefrierbeutel ab und zu und zieht ihn immer wieder glatt.
  5. Wenn der Teig dünn ausgerollt ist, schneidet ihr den Gefrierbeutel an der Oberseite mittig auf und klappt die Hälften auseinander.

  6. Fettet die Vertiefungen des Muffinblechs gleichmäßig mit Butter, Butterschmalz, oder Margarine ein.

  7. Mit dem Ausstecher stecht ihr Teigkreise aus. Legt je einen Teigkreis über eine Vertiefung des Muffinsblechs und drückt den Teig vorsichtig hinein. Erst in der Mitte und dann am Rand. Den Rand könnt ihr dann gleichmäßig andrücken. Nur Mut, Mürbeteig ist sehr anpassungsfähig. Achtet nur darauf, dass der Teig bis an den oberen Rand der Form heranreicht. (Auf dem Bild seht ihr den Teig übrigens vor dem Andrücken des Randes.)

  8. Keine Angst, wenn der erste noch nicht so schön aussieht. Spätestens nach dem 12. Teigkreis seid ihr alte Hasen, die das mit links machen! Apropos: die Teigreste könnt ihr immer wieder zusammenkneten und in der Folie ausrollen und dann weitere Teigkreise ausstechen. Ein bißchen Teig wird vermutlich übrigbleiben, daraus kann man gut Kekse ausstechen und mitbacken. 🙂
  9. Stecht mit einer Gabel Löcher in den Teig. Er geht dann nachher beim Backen gleichmäßiger auf.

  10. Aber erstmal kommt das Muffinsblech mit den Teigkreisen für 15 Minuten in den Kühlschrank!!
  11. Herzlichen Glückwunsch übrigens: der Mürbeteig wäre in den Förmchen, das Schlimmste ist geschafft!
Pies fertigstellen
  1. Heizt den Backofen auf 190 Grad Ober- und Unterhitze vor und schiebt den Gitterrost schon mal auf der zweiten Schiene von unten in den Backofen. Da drauf kommt gleich das Muffinblech!
  2. Schneidet euch 12 Kreise mit ca. 10 cm Durchmesser aus Backpapier und drückt diese vorsichtig in jeweils eine der Vertiefungen des Muffinblechs. Der Teig sollte komplett vom Backpapier bedeckt sein.
  3. Da hinein gebt ihr die Bohnen oder die Linsen. (Stört euch auf dem Foto bitte nicht am Reis, ich hatte leider weder Bohnen noch Linsen da.) Sie verhindern, dass der Teig gleich zu hoch aufgeht. Ihr wollt die Pies ja schließlich noch füllen!

  4. Gebt das Muffinblech komplett mit Teig, Papier, Bohnen/ Linsen/ Reis für 10 Minuten in den Backofen.
  5. Entfernt dann die Bohnen oder Linsen mit Hilfe des Backpapiers und backt die Pies für weitere 2-3 Minuten, bzw. solange, bis der Teigboden trocken und kross ist.

  6. Holt das Blech aus dem Ofen und reduziert die Hitze auf 180 Grad.
  7. Schält die Äpfel, viertelt sie und entfernt die Kerngehäuse.
  8. 8 Apfel-Viertel raspelt ihr auf der groben Reibe und vermischt sie mit 70 g Zucker, der Zitronenschale, den Eiern und dem Zitronensaft.
  9. Gebt die Apfelmischung mit Hilfe eines kleinen Löffels in die Pies.

  10. Die restlichen vier Apfelviertel schneidet ihr in dünne Scheibchen und legt je 4-5 davon fächerartig auf die Pies. Darüber verteilt ihr den restlichen Zucker (15 g)

  11. Bestreicht die gezuckerten Apfelspalten vorsichtig mit der weichen bzw. geschmolzenen Butter.

  12. Gebt das Muffinblech noch einmal für 20-25 Minuten in den Backofen. Die Apfelspalten dürfen/ sollen dabei goldbraun werden.
  13. Holt das Blech dann noch einmal raus und streut vorsichtig etwas Puderzucker auf die Apfelspalten. Mit Hilfe eines kleinen Teesiebs geht das ganz gut. Dann noch einmal für ca. 5 Minuten ab damit in den Backofen.

  14. So, jetzt dürfen die Pies endgültig den Backofen verlassen und bekommen 15 Minuten Zeit zum Verschnaufen. Dann löst ihr sie vorsichtig mit einem stumpfen Messer aus den Muffinförmchen und serviert sie noch lauwarm, z.B. in Muffinpapierförmchen.

  15. Wer mag, kann etwas Vanillesauce oder Eis dazu servieren. Das ist zwar nicht typisch britisch, aber lecker!! 😉
Ich wünsch euch viel Spaß beim Nachkochen! 🙂
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1 comment on “British Apple PiesAdd yours →

  1. Liebe Andrea, vielen Dank für die Inspiration. Für eine Ungeübte habe ich mich wacker geschlagen – dank deiner Anleitung.
    Ich habe zwei Portionen Teig gemacht, die erste direkt gebacken, die Zweite zu 12 Teigfladen verarbeitet, mit Frischhaltefolie geschichtet und ins Kühlschrank gestellt. Heute rausgeholt und auch gebacken. Dabei musste ich die Fladen zwischen Handflächen wärmen, damit sie wieder plastisch werden. Das Ausrollen und Ausstechen habe ich mir übrigens gespart – frag mich wie 🙂

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